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Ortsgeschichte der Gemeinde Klink im Überblick :

GemeindeteileVon der Ersterwähnung 1345 im Mecklenburgischen Urkundenbuch, über die Lehn-Eide der Gutsbesitzer bis zur Erstvermessung der Feldflur Klink sind über 400 Jahre vergangen. Ursprünglich war Klink eine wüste und unbewohnte Dorfstelle, die auf Grund ihrer Lage über Jahrhunderte immer wieder Ursache für Grenzirrungen und daraus resultierende Streitigkeiten war (hauptsächlich Fischerei- und Wasserrecht). Das führte oft zum Konkurs und damit auch zu häufigem Besitzerwechsel. In Klink hat es deshalb das typische mecklenburger Dorfleben im Gegensatz zu vielen anderen Dörfern nie gegeben. Über Jahrhunderte bestand das Rittergut lediglich aus dem Gutshof, den dazugehörenden Wirschaftsgebäuden und den Unterkünften der Gutsuntertanen. Bauern waren in Klink nie ansässig, weshalb auch keine bäuerliche Traditionen vorhanden sind. Mit der Einteilung des 1918 geschaffenen Freistaates Mecklenburg-Schwerin in Ämter kamen die bis dahin zum ritterschaftlichen Amt Wredenhagen gehörenden Orte Klink mit Eldenburg, Behrendswerder und Grabenitz als Gemeinde zum Amt Waren. Diese Zugehörigkeit zum Amt bzw. Kreis überstand auch die Kreisverwaltungsreform des Jahres 1994. Seit dem 01. Januar 2005 gehört die Gemeinde Klink mit den Ortsteilen Klink, Sembzin, Grabenitz und Eldenburg Süd zum Amt Seenlandschaft Waren.

Ersterwähnungen der Gemeindeteile 

  • Eldenburg, Ersterwähnung 1290, Malchin, Mecklenburgisches Urkundenbuch Nr. 2048
    • 1290 Malchin   Heinrich, Fürst von Werle, verleiht dem Kloster Dobbertin das Eigentum des Dorfes Lubendorf und einen Teil des Aalfangs bei der Eldenburg.
      Die Urkunde ist im Original nicht überliefert. Die auf der Kopie abgebildete Inhaltsangabe lautet ab achte Zeile: . . . "Ferner hat obengedachter her dem Closter Dobertin ein teil des Aalfanges bei der Eldenbrugge gegeben nemlich vier marck Pacht davon den dritten teil des Aalß so gefangen wirt"
  • Sembzin, Ersterwähnung am 6. Juli 1300, Wredenhagen, Mecklenburgisches Urkundenbuch Nr. 2618
    • 1300 Juli 6. Wredenhagen  Nikolaus, Fürst von Werle, belehnt Dietrich von Gerden mit dem Dorf Sietow, welches dieser von der Fürstin Sophie von Werle gekauft hat.
      Die Urkunde ist im Original nicht überliefert. Die auf der Kopie abgebildete Inhaltsangabe lautet: "Ein brieff Nicolai Hern zu Werle darin er bekennt Thuett das Theodericus von Gerden von seiner mutter frawen Sophia vonn Werle gekaufft habe das dorff Sythecow mit wiesen, weiden, holzungen Erbern und allem auch mit dem Aalfange, so genennet Aalwere in dem See murist also das niemand in demelben Wasser von der Scheide des Dorffs Zyrezow biß an die Scheide des Dorffs Zemzyn exclusive eine wehre machen solle".
  • Grabenitz, Ersterwähnung am 2. Januar 1333, Mecklenburgisches Urkundenbuch Nr. 5386
    • 1333 Januar 2.  Gerslav von Walow, Pritzbuer von Karghow, Pritzbur und Dubislav von Kelle verkaufen dem Kloster Malchow ihre Hebungen aus dem Kölpin-See und den Aalfang von den Grenzen der Stadt Malchow bis über das Dorf Jabel hinaus.
      Dieser Verkauf wird bezeugt ("Testes uero huius sunt" [6. Zeile von unten] = "Zeugen sind wirklich") von (es folgt die Aufzählung der Zeugen): . . . (Henricus) [5. Zeile von unten] de Cyresow, Crywizce, Gherardus Pape, Pryscekow de Grabenisze, Hinricus et Hen. [4. Zeile von unten] (fratres dicti Priscebur de Poppentyn). . .
      Als einer der Zeugen wird also ein Pryskow von Grabenitz genannt und dies ist die erste schriftliche Nachricht von der Existenz dieses Ortes.
      An der Urkunde waren ursprünglich vier Pergamentstreifen, von denen aber nur der zweite erhalten ist. Daran befindet sich das schildförmige Siegel der von Pritzbuers mit einem aufgerichteten Helm, der an jeder Seite ein mit drei Federn beste 
  • Ersterwähnungsurkunde KlinkKlink, Ersterwähnung 21. Dezember 1345, Mecklenburgisches Urkundenbuch Nr. 6591
    • 1345 Dezember 21. Johann Pritzbuer zu Küz verkauft dem Kloster Malchow acht Schillinge Hebungen aus der Fischerei im Kölpinsee und in der Müritz bei Klink.
      In diesem Zusammenhang heißt es zur Ortsangabe, also wo das Kloster Malchow künftig fischen darf: „in aquis [6. Zeile] Muritze circa villam Klincken sitis, . . .“ = „im See Müritz nahe beim Ort Klink gelegen“

 

Eine detaillierte Ortschronik für die Gemeinde Klink wird zur Zeit für das Internet aufbereitet und auf der Hompage der Gemeinde Klink dann veröffentlich. Jegliche Art von Mitarbeit - ob mit eigenem Erlebten, mit Fotos aus Vergangenheit und Gegenwart, mit Berichten von Zeitzeugen oder mit Zeitdokumenten - motiviert nicht nur die derzeitige Arbeit, sondern sichert eine immer besser werdende Ortschronik. Bei Interesse oder vorhandenem Material oder Hinweisen und Ideen: 

  • Sprechstunde des Bürgermeisters im Torhaus: jeden Dienstag, 16.00 - 18.00 Uhr 
  • Arbeitsgruppe „Hompage Gemeinde Klink“:
    • Thomas Beckmann, Klink
    • Ortschronist der Gemeinde: Peter Bucher, Klink
    • Webmaster: Tobias Seidel, Grabenitz

Folgende Schwerpunkte werden für die Internetseite der Gemeinde vorbereitet :

  • Ortsgeschichte im Wandel des Tourismus
  • Ortsgeschichte im Wandel der Bevölkerungsstruktur
  • Ortsgeschichte im Wandel kirchlichen Gemeindelebens (Kirchengeschichte)
  • Ortsgeschichte im Wandel schulischer Verhältnisse (Schulentwicklung)
  • Dorfgeschichten bis heute aus allen Ortsteilen (Klinker Kulturgeschichten [Dorffeste, Dorfclub, Sport, Fasching, Fotografie, Malerei...])

Aktualisiert ( Dienstag, den 27. April 2010 um 05:44 Uhr )